Donnerstag, 20. März 2008

Die einzige Welt die wir haben

Bewusst die Natur wahrzunehmen finde ich etwas vom wichtigsten für uns Lehrer, weil wenn jemand einem Kind Vorbild sein will, dann sollte er die Natur achten und sorgfälltig mit ihr umgehen. Dies geschieht meines Erachtens nur, wenn man immer wieder die Natur und ihre faszinierenden Einzelheiten betrachtet, wie dies auch Kinder tun.

Als ich im Wald stand und mich selbst in dieser Ruhe wiederfand, war dies für mich sehr eindrücklich. Der Bach und die Vögel, die Bäume im Wind und meine Füsse auf dem Waldweg waren das einzige, dass ich hören konnte.

Auf dem Weg sah ich kleine Blumen die ich meines Erachtens noch nie gesehen hatte und ich fragte mich, wie die wohl heissen könnten. Ich beschloss einen kleinen Osterstrauss für meine Mutter zu pflücken und dankte der Schöpfung für dieses kleine Geschenk, das für mich auf ein mal einen grossen Wert erhielt.

Ich fühle mich mit der Natur sehr verbunden und achte darauf, dass ich so wenig Emissionen wie möglich verursache. Es ist mir ein grosses Anliegen diese Schönheit der künftigen Welt zu erhalten. Diese kleine Stunde im Freien liess mich Kraft tanken und wirkte auf mich sehr entspannend.

Dienstag, 18. März 2008

Beziehung zur Natur

Ich verfasse meinen Post schon heute, da ich ab Freitag eine Woche weg sein werde. Meine kleine "Reise" passt aber eigentlich ganz gut ins Thema Natur. Ich werde nämlich während sieben Tage Jungleiter/innen von Blauring und Jungwacht am Brünigpass ausbilden. „Natur erleben“ ist einer der fünf Grundsätze von JuBla. In unserem Kurs werden wir diesem Grundsatz auf einer Zweitageswanderung etwas näher kommen. Wir werden von Meiringen zu unserem Biwakplatz laufen, dort die Zelte aufstellen und die Nacht im Freien verbringen. Am nächsten Tag wird noch bis zum Lagerhaus gewandert. Diese Nacht im Freien (und wohlgemerkt, es ist erst März!!) ist für mich immer wieder ein spezielles Erlebnis. Man ist der Natur sozusagen ausgesetzt – ob es Schnee hat, regnet oder schönes Wetter ist. Meine Erfahrung ist, dass dieses Erlebnis die Gruppe immer auf eine besondere Art zusammenschweisst – vor allem, wenn die Nacht wegen den Wetterverhältnissen eher hart war. Ich selber schätze das Biwakieren vor allem darum.
Ich muss aber auch sagen, dass es bestimmt Menschen in meinem Umfeld gibt, die naturverbundener sind als ich. Es kostet mich beispielsweise immer Überwindung, einen Spaziergang zu machen. Danach muss ich aber jedes Mal zugeben, dass es schön war.
Erst letztes Wochenende habe ich mit meinem Freund einen langen Frühlingsspaziergang gemacht. Ich habe dabei gemerkt, dass ich viel zu wenig auf die Schönheiten der Natur achte. Ihm fallen schöne Blumen oder irgendwelche Tiere viel eher auf, als mir. Ich glaube dies liegt vor allem daran, dass wir unterschiedlich aufgewachsen sind. Glücklicherweise kann ich aber sagen, dass ich je länger je mehr auch auf solche kleinen Dinge achte. Meine zukünftigen Schüler/innen möchte ich unbedingt auf die Schätze der Natur aufmerksam machen. Meiner Meinung nach ist das die Grundlage dafür, überhaupt motiviert zu sein, die Umwelt zu schützen.
(immer wieder erstaunlich, was einem nach einem Frühlingsspaziergang so alles durch den Kopf geht).

Freitag, 14. März 2008

Agenda 21

Agenda 21 für die Schule - das finde ich eine tolle Idee. Es ist meiner Meinung nach wichtig, die Kinder zu einem nachhaltigen Lebensstil aufzumuntern. Ich bin nämlich überzeugt, dass sie diese Ideen und Erkentnisse nach Hause tragen und wer weiss, vielleicht merken dann auch die Eltern plötzlich, wie wichtig ein nachhaltiges Handeln für unsere Welt ist.
Auf jeder Stufe können verschiedene Themen aus der Agenda 21 thematisiert werden. Was mich aber im Text am meisten beeindruckt hat, ist der Vorschlag öffentliche Präsentationen durchzuführen. Das finde ich eine tolle Idee! So kann ein Schaufenster von Kindern gestaltet werden, was ihnen sicher Spass machen würde. Ebnfalls hätte man beim eigenen Thema, z.B. Abfall, einen weiteren Höhepunkt. Alle würden darauf hinarbeiten und Plakate herstellen. Die Wirkung in der Bevölkerung wäre ganz sicher anders, als wenn eine Werbeagentur ein Schaufenster zum gleichen Thema einrichten würde.

Ebenfalls fände ich es ganz toll, wenn projektartig an den Themen von Agenda 21 gearbeitet würde. So könnte zum Beispiel die ganze Schule eine Sonderwoche zu einem Thema machen oder das ganze Jahr unter eine bestimmte Thematik stellen. So könnte man auch, wie im Text erwähnt, fächerübergreifend arbeiten. Es reicht aber nicht, nur Sachwissen zu vermitteln. So sollte man selber handeln und aktiv etwas bewegen!

Umsetzung im eigenen Unterricht:

Ich möchte mit meiner eigenen Klasse ab dem Herbst ganz sicher ein solches Thema bearbeiten. Im Moment schwebt mir das Themen Armut, unsere Natur zu schützen (Umweltschutz), Klimawandel. Ich möchte Diskussionen führen und somit die Kinder in ihrer Eigenständigkeit fördern. Ganz sicher werde ich darauf achten, wie ich mit der Klasse die Ergebnisse präsentieren könnte. Ich wäre dann nämlich auf die Reaktionen aus der Bevölkerung gespannt.

Viele Menschen auf unserer Erde leben sehr verschwenderisch und sind extrem egoistisch. Ich glaube es liegt vor allem daran, dass diese Menschen zu wenig auf die problematischen Themen sensibilisiert worden sind. Ich denke schlicht und einfach, diese Menschen haben nicht genügend Texte, Filme und Studien gelesen oder gehört. Darum finde ich das Anliegen dieses Textes hervorragend, mit den Kindern an diesen Themen zu arbeiten. Kinder können nämlich in unserer Gesellschaft viel bewegen.

Donnerstag, 13. März 2008

Agenda 21

Zuerst möchte ich einige allgemeine Worte zum Text von Otto Herz verlieren, bevor ich dann auf die eigentliche Aufgabe eingehe. In seinem Text beschreibt er einerseits die Agenda 21 und andererseits schreibt er über mögliche Umsetzungen in der Schule. Er spricht wichtige Dinge an. Für meinen Geschmack ist der Text aber viel zu kompliziert. Man könnte jetzt gegenargumentieren, dass es ja auch um einen komplexen Sachverhalt gehe. Aber ich glaube, dass es gerade darum wichtig wäre, dass der Text für Menschen verschiedener Schichten zugänglich ist.
Nun möchte ich aber auf den Wochenimpuls eingehen. Herz schlägt vor, dass man sich als Schule jedes Jahr auf ein Schwerpunktprogramm der Agenda 21 entscheiden soll. Dies empfinde ich als sehr sinnvoll, da meiner Meinung nach, die Nachhaltigkeit eines Projektes eher gegeben ist, wenn man sich tief damit befasst. Man arbeitet dann zwar jedes Jahr nur an einem Punkt, hat dann aber wahrscheinlich eher etwas bewirkt, als wenn man jede Woche den Schwerpunkt wechseln würde. Herz schreibt auch, dass man dann, am Ende dieses Jahres Bilanz davon ziehen sollte, was man erreicht hat. Das finde ich sehr wichtig, denn so kann man sich wieder Energie und Motivation für ein nächstes Jahresthema holen. Aus diesen Ausführungen geht heraus, dass für mich Qualität vor Quantität kommt.
Ein solcher Jahresschwerpunkt könnte beispielsweise „Abfall“ sein. Mögliche Handlungsfelder wären:
Abfallrecycling im Gestalten (wie könnte man den Abfall wieder verwerten)
Container für die Schule bemalen (Container für Plastikabfall, für Papier, Kompost etc.)
Informationen über radioaktive oder andere gesundheitschädliche Abfälle
etc.
Wenn ein solches Jahresthema in Angriff genommen wird, finde ich es wichtig, dass es von den allen Lehrpersonen miteinander bearbeitet wird. So entstehen vielfältigere Ideen und der Aufwand für den Einzelnen hält sich im Rahmen.

Nachhaltigkeit in der Schule

Der Text ist sehr aufschlussreich, spannend und auch ein wenig lang. Die Agenda 21 wurde 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet. Damals wurde beschlossen die Welt z verändern und dies geschah auch.

Im Text wird beschrieben, dass jede und jeder in jeder konventionellen Schule die Möglichkeit hat die Welt zu verändern und das sollten wir unseren Kindern von Beginn an lehren.

2020 wird jedes vierte Kind in den Entwicklungsländern unterernährt sein, dass heisst 150 Millionen Kinder unserer Erde leiden an Hunger. Die Kinder an dieses Problem heran zu führen und die Gesellschaft darauf zu sensibilisieren sehe ich als eines der wichtigsten Mittel, das Leiden auf unserem Planeten zu verkleinern.

Otto Herz nennt dazu ein paar konkrete Massnahmen, wie man die Welt zu einem besseren Ort machen kann. Zum Beispiel in dem man Fächerübergreifender Unterricht macht. Wichtige Dinge in einen Zusammenhang bringt und wegkommt vom Stundenplanfixierten Schulalltag. Er bringt auch die Idee von Projekttagen und Projektwochen in seinem Text, die nach seiner und meiner Meinung einen wichtigen Bestandteil der Schule sein sollten. Wenn nämlich ein Thema das Klassenzimmer sprengt und gleichzeitig von mehreren behandelt wird, entsteht daraus ein viel spannenderes Lernangebot für Kinder. Wenn ein Projekt von mehreren Klassen aufgegriffen wird, entsteht dadurch ein Projekt, dass von Kindern besser memorisiert memorisiert werden kann.

Bei dieser Form des Lernangebots ist es sehr wichtig, dass die Lehrer im Team gut zusammenarbeiten. Als Schule sollte man Mut zeigen und den Kindern ein gutes Vorbild sein und man sollte darum aus der Schule herausgehen und andere Mitmenschen und Unternehmungen miteinbeziehen.

Ein Beispiel hierfür wäre Kaufhäuser zu fragen ob sie ein Schaufenster zur Verfügung stellen für ein Klassenprojekt. Oder die Nachhaltigkeit unseres Schulhauses zu testen mit Hilfe von Experten. Auch ein Weg von 100000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt.

Schulen sind eine wichtige Ressource für eine nachhaltige Zukunft, wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit sollten wir Kinder dieser Erde zusammenhalten im Kampf gegen die Zerstörung der Welt. Die Evolution unseres Verstandes ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Jeder Mensch, jede Schule und jede Regierung haben eine wichtige Rolle in dieser Entwicklung. Ich glaube die Hoffnung für eine gemeinsame ökologische Zukunft ist noch nicht verloren. Ich glaube an die Kraft der Veränderung und ich glaube das wir alle diese Kraft besitzen.

Montag, 10. März 2008

Feedback 1

Liebe Studierende

Nach drei Wochenimpulsen und den entsprechenden Posts melde ich mich einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt etwa 60 Posts gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher, manche ausführlich und gut untermauert durch Recherchierarbeit , andere kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten, wieder andere mit nachvollziehbaren Beispielen konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen . Auf jeden Fall kommt mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen und Gegebenheiten neu und anders auf, die Sie vorher vermutlich nicht beachtet haben. Mit Kopf und Herz (und Hand?) sind Sie auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.

Gut gefallen hat mir, dass verschiedene versucht haben, das gesamte Nachhaltigkeitsdreieck mit allen drei Pfeilern ins Spiel zu bringen. Geht diese Balance vergessen, landen wir wieder bei reinen Umweltargumenten, bei Fragen von Profit und Wachstum oder „nur“ der sozialen Frage und den unterschiedlichen Lebensformen. Dabei bedingen sich die drei und müssen aufeinander bezogen bleiben. Auch wenn am Ende trotz technischer Innovationen und Effizienzsteigerung die Lebensgrundlagen und damit die Ressourcen- und Energiefrage den Ausschlag geben (ich gehe nicht davon aus, dass Spaceship Earth oder die Besiedelung eines anderen Planeten eine realistische Alternative sein wird).

Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen: Wir wissen zwar um die Zerstörungen, die sozialen Probleme, die Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Das ist mir bei den Mentoratsbesuchen jüngst so gegangen. Mich tröstend, dass ich ja einen Hybrid fahre und somit doch „besser“ bin als viele, habe ich mich in zwei Fällen ins Auto gesetzt und mir eine zusätzliche halbe Stunde Schlaf gegönnt. Das war in dem Moment Lebensqualität und hat mir keine schlaflose Nacht beschert. Längst habe ich gelernt, dass niemand zu 100% konsequent sein kann. Dennoch frage ich mich mit manchen von Ihnen immer wieder neu, ob das reicht, was man selber tut, vor allem, wenn die Ergebnisse einer konkreten Veränderung nicht gleich sichtbar werden. Dann ist die Gefahr gross, manches wieder aufzugeben und den bequemen Weg zu gehen, wegzuschauen und zu verdrängen. Dann hilft mir jeweils, dass ich mir die Weggefährtinnen und Weggefährten in Erinnerung rufe, die hier und jetzt mit mir auf diesem wunderbaren Planeten unterwegs sind und entschlossen sind, sich dafür einzusetzen, dass er lebenswert bleibt auch für diejenigen, die nach uns kommen. Dann habe ich wieder Mumm weiterzumachen.

Alles Gute Ihnen, bei der Suche nach gerechtem Kaffee oder Bananen, nach echter Lebensqualität, beim Kleiderkauf (siehe auch www.cleanclothes.ch ) oder bei zeitweiligem frohem Verzicht, beim konsequenten Abfalltrennen oder wo auch immer!

Gespannt auf die weiteren Beiträge grüsse ich Sie herzlich
Ihre Blogbetreuerin
U.Frischknecht

PS: Ist Ihnen ein Blog-Mitgleid abhanden gekommen?

Freitag, 7. März 2008

Kleider aus dem H&M

Ich kaufe meine Kleider öfters im H&M. Mir gefällt der Stil und der Preis stimmt natürlich für einen Studenten sowieso. Ich gebe für Kleider nicht gern viel Geld aus, irgendwie ist das mir zu schade. Aus nachhaltiger Sicht ist das Einkaufen im H&M total verwerflich. Wenn ich meine H&M Klamotten anschaue, so kommen die meist aus Taiwan, China, Indien, usw. Die Arbeiter/innen schuften unter härtesten Bedingungen und für einen läppischen Lohn. Wenn ich an die Transportwege denke, wird es mir gleich übel! Das Produzieren ist in diesen Ländern so billig, so dass europäische, geschweige denn schweizerische Produkte kaum eine Chance haben.

Ich habe meine Lehre als Konstrukteur bei einer Textilmaschinenfabrik gemacht. Nachher habe ich ein Jahr in der Auftragsabwicklung gearbeitet und bin für das Zeichnen von Anlageplänen für den Aufbau und Betrieb der Textilveredelungsanlagen zuständig gewesen. Schon damals habe ich mir Gedanken über die globalen Entwicklungen gemacht. Die meisten Maschinen verkauften wir nach China, Pakistan und Indien. Dort waren nach Angaben der Verkäufer mehr als einmal die Umweltbedingungen nicht eingehalten worden. Der Weg, den z.B. eine Jeans zurücklegt ist gigantisch. Die Herstellung des Stoffes und nachher dessen Behandlung - mit Laugen und anderen chemischen Mitteln. Für die Umwelt ist das Gift.
Ebenso für die Mitarbeiter/innen. Ich war in der Schweiz und in Österreich in mehreren Betrieben und habe die Arbeitsbedingungen gesehen - es ist eine enorme Hitze in der Nähe dieser Maschinen. So kann ich mir vorstellen, dass in Pakistan oder Indien die Hitze schier unerträglich ist.

Ich bin der Meinung, dass der heutige Kleiderkonsument einen schwierigen Stand hat. Es ist nämlich nur im kleinen (ökolabel) möglich, Kleider die nachhaltig produziert wurden, zu kaufen. Wichtig ist aber aus meiner Sicht die Unterdrückung des übermässigen Konsums. Bei solchen Preisen wird man nämlich richtig gelockt, alle halb Jahre oder mehr wieder neue Kleider zu kaufen. Dies sollte man nicht tun, denn Kleider halten viel länger!!

Donnerstag, 6. März 2008

Globalisierung schadet der Zukunft?

Ich habe heute gut gegessen, allerlei gute Dinge: Honig früh am Morgen, Milch und Schokolade zum Znüni und Nudeln mit Hackfleisch zu Mittag. Ich fühle mich aber wegen dem nicht schlecht. Gestern hab ich eine Banane gegessen, einen Fruchtsaft getrunken und sonnengereifte Tomaten verspeisst, dass ist mir schon schwerer im Gewissen gelegen.

Ich achte auf meine Ernährung und kaufe wenn möglich keine Produkte die einen weiten Weg zurück gelegt haben. Es ist jedoch sehr schwierig auf all die guten Sachen zu verzichten.

Die drei Dinge kommen aus einer ganz anderen Region als der meinen. Die Früchte müssen von jemandem gepflückt werden, gewaschen, transportiert, ausgeladen und wieder transportiert werden. Die Ressourcen die eine Frucht verbraucht übertreffen hierbei dem Energiewert der Frucht selbst.

Die Erde ist ein Ort voller Menschen, die sich selbst nicht unter Kontrolle haben. Viele Leute fluchen über Menschen die Rauchen. Sie seien labil, da sie Schwierigkeiten damit aufzuhören. Das schadet vor allem nur der Person die raucht. Beim Konsum von exotischen Gegenständen jedoch, ist niemand labil und die wenigsten sehen dabei, dass sie der Umwelt und unserer Zukunft schaden.

Dienstag, 4. März 2008

Bananen

Heute habe ich in der Mensa für 70 oder 80 Rappen eine Banane gekauft. Der Wochenimpuls hat mich dazu angeregt einmal zu überlegen, wer alles dafür arbeiten musste, damit ich meine Banane essen kann.
Bananen wachsen in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern. Sie werden oft von Würmern, Pilzen oder Insekten attackiert. Deshalb werden sie rund 40-mal im Jahr mit Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt. Viele Arbeiter leiden wegen diesen Giften an Hautkrankheiten. Bei der Ernte muss alles sehr schnell gehen, da das Schiff schon am Hafen wartet, um die noch grünen Bananen mitzunehmen. Die Ernte, das Tragen und das Verpacken sind sehr streng und die Arbeiter/innen sind oft bis zu 13 Stunden oder länger im Einsatz. Vor dem Verpacken müssen die Bananen noch pingelig genau gewaschen werden. Haben die Bananen Flecken (z.B. vom klebrigen Latexsaft, der austreten kann), werden sie von den Einkäufern nicht abgekauft und die Arbeiter/innen erhalten keinen oder weniger Lohn. Die Bananen werden nach dem Verpacken in Lastwagen zum Hafen gefahren. Dort werden sie mit dem Schiff nach Europa gebracht. In Europa angekommen, bringt man die noch unreifen Bananen mit Lastwagen in die Reifereien. Sind die Bananen schön gelb, wie wir es uns gewohnt sind, werden sie in die Supermärkte gebracht.
Das ist der ganze Weg der Banane. Ich rechne kurz zusammen. Es braucht Leute für das…
Ø …Abauen
Ø … Besprühen
Ø … Ernten
Ø … Tragen zur Wasch- und Verpackungsstation
Ø … Waschen und Verpacken
Ø … Fahren vom Lkw zum Hafen
Ø … Verladen der Bananen
Ø … die Schifffahrt
Ø … die Fahrt in die Reifereien
Ø … Betreiben der Reifereien
Ø … Fahren in die Supermärkte

Es arbeiten also unglaublich viele Menschen dafür, dass ich eine Banane essen kann. Nun frage ich mich, wie es möglich ist, nur 70 Rappen bezahlen zu müssen? Um die Menschen, die für meine Banane gearbeitet haben richtig zu bezahlen, werde ich darauf achten, Bananen aus fairem Handel zu kaufen, z.B. Max Havelaar. Solche Organisationen achten nicht nur darauf, dass die Arbeiter/innen richtig bezahlt werden, sondern auch, dass die Arbeitsbedingungen erträglich sind.